Verdauung stärken, mehr Energie haben

Eine ausgeglichene Verdauung ist die Quelle der Energie.

Wie wird Energie auf Chinesisch genannt? Qi.

Qi bedeutet übersetzt ca. Lebensenergie. Es hilft uns zu atmen. Es hilft dem Blut weich dahin zu fließen. Durch Qi bewegen wir uns. Wir fühlen uns fit und aufgeweckt.
Oder eben auch nicht. Wenn wir zu wenig davon haben und uns unpassend ernähren oder z.B. eine zehrende Operation hinter uns hatten, kann das unsere Energie erschöpfen. Auch emotionale Ursachen wie Stress, Trauer oder Sorgen. All das können Blockaden auslösen, Energien die stagnieren und Symptome auslösen können, wie Schlafstörungen, Rastlosigkeit bis hin zum Burnout. 

Blockaden, zu viel oder zu wenig Energien können Prozesse im Körper stören wie z.B. die Verdauung. Da können auch schon öfter mal Durchfall, Blähungen oder Verstopfung zu Vorschein kommen.

Eine weitere Stagnation des Qi wäre zum Beispiel, wenn sich eine Person nicht entspannen kann. Bei den Damen kann sich das in PMS, Menstruationsbeschwerden oder auch Heißhunger- Attacken äußern.

Wie fließt dieses Qi eigentlich?

In der ersten Folge habe ich über die Akupunktur, der Akupressur und dem Meridian- System ein bisschen was erzählt. Die Meridiane sind sozusagen die Strassenwege unseres Körpers. Man kann sich das aber auch wie ein Stromnetz vorstellen und das Qi ist der Strom, der durch diese Meridian- Leitungen fließt. Und wenn es irgendwo blockiert ist und sie dadurch gar keine oder zu viel angestauten Strom bekommt, entstehen Symptome wie Rückenschmerzen.

Oder auch organische Symptome wie Verdauung, Schwäche, Blasenentzündung etc. Auf diesen Meridiane, also auf diesen Stromleitungen, liegen auch die Akupunktur- Punkte. Die Punkte sind sowas wie Schalter, die einem dabei helfen können, die Energie wieder fließen zu lassen. (Akupunktur- Punkte sind btw. wissenschaftlich bestätigt.) 

Akupunktur- Punkte konnten wissenschaftlich bestätigt werden, indem unter der Haut bestimmte Verdichtungen nachgemessen werden konnten.

Woher kommt jetzt dieses Qi?

Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, wird im Magen und in der Milz/ Pankreas transformiert. Beides sind ein Organpaar in der TCM und sind dem Element (Wandlungsphase) der Erde zugeordnet. In der Milz und im Magen wird das nachgeburtliche Qi erzeugt. Aus der Nahrung die Nährwerte, die Essenz, entzogen und transformiert, um es dem Körper zur Verfügung zu stellen. Wir haben auch ein vorgeburtliches Qi, unser wertvolles Jing. Das bekommen wir von unseren Eltern vererbt. Dieses Jing oder kostbare Qi wird in den Nieren gespeichert und über unsere Lebensjahre verteilt genutzt.

Das Magen und Milz- Organpaar bilden unter anderem die Mitte. Es geht in der TCM- Ernährung viel um die Mitte zu stärken. Denn erst wenn die Mitte gestärkt ist, funktionieren alle anderen Organ- Systeme reibungslos. Wie ein Zahnradwerk. Und erst wenn das in Folge wie geschmiert läuft, sind wir ganzheitlich gesund und ausgeglichen.

Hier fünf Tipps für eine starke Mitte:

1.

Warm & gekocht am Morgen frühstücken- z.B. Porridge. Der Magen liebt morgens etwas warmes. Wenn man sich in der Früh nämlich etwas eiskaltes wie einen Orangensaft aus dem Kühlschrank in den Magen hinein kippt, ist es wie ein kleiner Schock für ihn. 

2.

Dreimal am Tag warm essen, Milz und Magen lieben Regelmäßigkeit! Zu viel Essen wäre nicht gut- da erschöpft man sie. Zu wenig Essen wäre auch nicht gut- darauf folgen oft Heißhunger- Attacken.

3.

Je später am Abend, desto besser suppiger und saftiger zu kochen. Z.B. ein Schweinsbraten muss erstmal lang zersetzt werden und anstatt ruhig zu schlafen, arbeitet der Magen immer noch. Next morning-> müde, schwer und grantig. 

4.

Keine eiskalten Getränke bei Verdauungsbeschwerden. Also wenn man diese kalten Sachen rein kippt, muss der Körper das erst einmal wieder erwärmen. Das verbraucht kostbare Energie, von dem der Körper evtl. gerade zu wenig hat (Durchfall, ständiges frieren, etc.)

5.

Ausgewogen und saisonal essen. Was bedeutet ausgewogen? Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Fehlt irgendwas davon, kriegt man Heißhunger- Attacken. Saisonales Obst und Gemüse gibt man dem Körper. Im Sommer: erfrischendes wie Beeren und Marillen und Zucchini. Im Winter: viel Rüben, Kartoffeln und Fenchel.

Wofür brauchen wir eine starke Mitte?

  • gegen Verdauungsstörungen wie Blähungen, Durchfall, Blähbauch, Verstopfung, Darmprobleme
  • gegen Hautprobleme wie Akne, Cellulite, Pickel, Neurodermitis, trockene/ juckende Haut, Haarausfall
  • gegen Immunschwäche (nach Krankheiten, Schwangerschaft/ Geburten, Operationen, Impfungen)
  • gegen Zyklusbeschwerden wie Schmerzen, PMS, Krämpfe, Endometriose, PCO,

Im Kurs erfährst du

  • wie viele Mahlzeiten optimal sind, in welchen Abständen
  • was zu viel Feuchtigkeit in der TCM ist
  • warum kein Brot oder keine (Kuh-)Milchprodukte empfohlen werden
  • wie du natürlich abnimmst sobald du die Mitte stärkst
  • und noch ein paar TCM Empfehlungen

Immunsystem stärken mit TCM

Hier noch ein Beitrag auf der wundervollen Seite von matchamornings_.

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